Über Motivation & Dankbarkeit

Motivation. Motivation ist etwas, dass man hat – oder eben nicht. Eine Leidenschaft für eine Sache entwickeln kann und diese dann auch unter allen Umständen durchzieht. Schlägt man im Duden nach, ist von der Gesamtheit aller Beweggründe die RedeMan ist motiviert, sagt man auch oft. Motiviert, für etwas, dass man gerne tut oder wovon man sich großartige Resultate erhofft. Ja, Motivation kann etwas Schönes sein!

 

Pech hat man nur, wenn einem die Motivation fehlt. Leider konnte auch ich diese beispielsweise im Sommer nirgendwo auftreiben. Meine Lehrer priesen die Ferien als „die besten einer Maturantin“ an. Man werde sich frei fühlen und jede Minute genießen können, ganz ohne Druck. Dies war zwar zum einen Teil völlig richtig – jedoch konnte ich das Gefühl nicht ablegen, dass mir im Herbst etwas fehlen würde. Eine Routine. Ein Plan. Etwas, dass mir Halt gab, auf das ich hinstreben konnte. Mich für etwas zu motivieren. Bisher war ich an einen fixen Tagesablauf gewöhnt. Ich wusste jeden Sommer, dass ich – vielleicht nicht in denselben Klassenraum – jedoch sehr wohl in dasselbe Gebäude, mit demselben Bus und (fast) den gleichen MitschülerInnen zurückkehren würde. Und weil der Mensch bekanntlich ein Gewohnheitstier ist, so fiel mir diese Umstellung auf einen völlig unstrukturierten Plan vom Leben ziemlich schwer. Ich wusste weder, was ich die nächste Woche vorhatte – noch, was ich mein studienloses Jahr lang machen würde.

 

Glücklicherweise kam ich durch die seltsamsten Zufälle (an die ich fortan auch nicht mehr glauben würde) doch noch zu meinem Rettungssanitäter- und Fitnesskurs, sowie zu einer Arbeitsstelle im Fitnessstudio, die mir nun allesamt wahrlich Freude bereiten. Heute beim allmorgendlichen Auf-den-Zug-Warten hatte ich ein kurzes, eigentlich belangloses Gespräch mit einer netten, älteren Dame. Sie fragte mich, ob ich an die Uni wolle. Ich verneinte lächelnd und erzählte ihr daraufhin kurz von meinem Leben und was ich daraus machen will. Erst als ich sie mit meinem Grinsen ansteckte, bemerkte ich, wie sehr ich bei meiner Erzählung zu strahlen begonnen hatte. Sie meinte, dass sie sich leider früher mehr um das Geld für Brot und Haus kümmern musste, als dem nachzugehen, was sie wirklich gewollt hätte. Und selbst an Tagen, an denen ich frühmorgens aus dem Haus gehe und erst spätabends mich wieder an meinen Schreibtisch befinde – an Tagen wie heute – bin ich einfach nur dankbar. Dankbar für viele ganz bedeutungslos gewordene Dinge… wie das machen zu dürfen, was ICH will. Darüber, ein Dach über den Kopf zu haben, eine Familie und Freunde, mit denen man über Gott und die Welt philosophieren kann. Über Gespräche, die einen geistig so viel reicher machen. Über eine warme Tasse Tee. Über das Internet, das mir hilft, mit meinen Verwandten am anderen Ende des Kontinents in Kontakt zu bleiben. Und wenn ich dies jemandem erzähle, so spüre ich, dass ich ihn damit anstecke. Sie lächeln zurück. Sie fragen sich, wie man nur so motiviert sein kann, wenn ich ihnen beispielsweise erzähle, dass ich mich auf jeden Montag freue – weil ich da wieder etwas Neues lernen kann. Und ich lächle einfach nur. Ich lächle, weil ich allen Grund dazu habe.

 

Also was ist mir dir? Was macht dich glücklich? Würdest du damit zufrieden sein, wenn heute dein letzter Tag auf Erden gewesen wäre? Nein? Dann ändere etwas daran! Denn du hast dein Leben selbst im Griff. Mach was draus! 🙌

Bis bald,

Eure Lizz 💕

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3 Gedanken zu “Über Motivation & Dankbarkeit

  1. ballblog schreibt:

    Hast Du Dich nach dem Ende der Schule sozusagen „zu frei“ gefühlt, weil Dir die Strukturen fehlten?
    Ich finde es auch schön, welchen Blickwinkel Du jetzt auf diese Dinge hast – wie das Gespräch mit der Dame am Bahnhof zeigt.

    Gefällt 1 Person

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