Was is(s)t normal?

Low oder High – das betrifft nicht nur das geistige Niveau einiger Menschen sondern ebenso zahlreiche High bzw. Low Carb/Protein/Fat-Diäten oder gar ganze Lebensstile, die so manche hegen. Viele schwören geradezu auf „die eine richtige Ernährung“.

Aber was ist denn die eine richtige Ernährung? 

Ist es, so gut es geht auf Zucker zu verzichten und sich stattdessen mit Aspartam und Xylith, dem Fake-Zucker, vollzustopfen? Ist es, Fett zu vermeiden und sich deswegen nur einmal im Jahr Salamipizza und die Lieblingschips zu „erlauben“? Oder, sich nur noch von Proteinshakes und Eiern zu ernähren, um die „bösen“ Kohlenhydrate zu umgehen? Gar seine Kalorienzufuhr solange runter zu schrauben, bis man endlich in Instagrammerkreisen als „ripped“ (eng. muskulös, definiert) betitelt wird?

Bereits Paracelsus sagte „Alles ist Gift, ausschlaggebend ist nur die Menge.“ 

Natürlich versuche auch ich, mich so gut es eben geht ausgewogen zu ernähren und muss mich immer wieder dabei ertappen, ein drittes Mal in den Kühlschrank zu blicken um deprimiert festzustellen, dass sich immer noch keine Kinderpingui-Familie heimlich darin vermehrt hat. Allerdings versuche ich, ein gesundes Gleichgewicht herzustellen zwischen „Gesundem“ und „Ungesundem“. Denn gerade dann, wenn ich mich „richtig“ ernähren möchte, komme ich von dem Gedanken an Essen gar nicht mehr los. Deswegen bin ich nach langem Tracken (Kalorienzählen) meiner Nahrung zu dem Entschluss gekommen, nur noch auf meinen Bauch zu hören. Zerstört man dieses Gefühl nicht durch krankhafte Diäten, kann man feststellen, dass der Körper einem sowieso auf wundersame Weise deutlich macht, was er wirklich braucht.

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Viele sind auch vom sogenannten Intermittent-Fasting oder auch Intervall-Fasten überzeugt. Dem Körper wird dabei nur alle 5, 6, oder 8 Stunden Essen zugefügt. Ziel soll sein, der Überernährung der heutigen Gesellschaft aus dem Weg zu gehen. Kleinere „Esspausen“ von 2-3 Stunden sollen wiederum den Stoffwechsel ankurbeln – dafür jedoch nur mit kleineren Mahlzeiten. Manchmal ist bei solchen Ernährungsplänen (gerade im Web) aber nur der Tagesbedarf einer 55kg Frau abgedeckt – jedoch sind diese oft mit dem Titel „Gesunder Ernährungsplan für sportliche Frauen“ angepriesen. Kopfschüttelnd klicke ich diese dann weg und hoffe inständig, dass sich bei dem Versuch, diese Pläne tatsächlich zu verfolgen, niemand den Stoffwechsel „kaputt“ macht. Denn der Grundumsatz einer 55kg-Frau, die 8 Stunden am Tag im Büro sitzt und einer 70kg-Frau, die 3 mal die Woche Tennis spielt, sind grundverschieden.

Nicht nur Blogger und YouTuber prangern „das Geheimnis der Ernährung“ an – auch in Buchhandlungen stapeln sich die Bücher in der eigens geschaffenen Ernährungsabteilung. Plötzlich sind alle zu Fitnesstrainern und Ernährungscoaches geworden, um ihr Wissen zu vermarkten. Ein Autor nach dem anderen scheint es besser als alle Konkurrenten zuvor zu wissen. Doch ich sage Euch: Es gibt nicht DAS Buch der perfekten Ernährung. Wird es meiner Meinung nach auch nie geben. Wie denn auch, wenn wir alle einen unterschiedlichen Stoffwechsel, Körperbau und Zusammensetzung aus Fett, Knochen und Muskeln besitzen? Jeder sollte sich durchprobieren und selbst herausfinden, was zu einem passt.

Genauso wenig kann man sich von Crashdiäten erwarten, nach 10 verlorenen Kilos (und das z.B. aufgrund eines drastischen Kohlenhydrateentzugs) bei den -10kg zu bleiben, sobald man wieder in das alte Ernährungsschema zurückfällt 🤷🏼‍♀️ Um ernsthaft (und gesund) Gewicht zu verlieren oder aufzubauen benötigt es eine ganze Lebensumstellung – keine Diät für ein paar Wochen!

Allerdings muss ich an dieser Stelle wieder betonen, dass ein Cheatmeal (oder „Schummeltag“ 😂 wie man es nennen mag) definitiv keine Form zerstört. Erst, wenn sagen wir 60% der Ernährung zum Cheatmeal werden, kööönnte es problematisch werden…😅 Demnach sind die aufgenommenen Kalorien weniger ausschlaggebend als ihre Zusammensetzung aus Fett (9,3kcal/Gramm), Eiweiss (4,1kcal/Gramm) und Kohlenhydraten (4,1kcal/Gramm). Sowie abhängig vom Anteil der un- bzw. gesättigten Fettsäuren und der Höhe des Glykämischen Index (kurz: Glyx) bei Kohlenhydraten, der durch die Länge der Kohlenhydrate bestimmt wird. Je schneller Kohlenhydrate in Glukose zerlegt werden und somit ins Blut geraten, desto höher ist deren Glyx. Kurzkettige Kohlenhydrate lassen den Blutzucker schneller ansteigen – und wieder sinken – daher kommt das Hungergefühl rascher zurück. Darunter fallen Weißbrot, Nudeln, Süßigkeiten… – nicht umsonst sollte man daher auf (echte!) Vollkornprodukte zurückgreifen. Als Richtwerte für eine ausgewogene Ernährung gelten ca. 50% Kohlenhydrate, 20-30% Fett und 15-20% Eiweiss.

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Fazit

Es spielen also eine Menge Umstände eine große Rolle bei der richtigen Ernährung. Wichtig ist nur, dass DU dich dabei wohl fühlst und deinem Körper auch gibst, was er braucht ☝🏼 Gib ihm genug Energielieferanten und Vitamine, dann wird er dich mit einem wunderbaren Gefühl belohnen ❤️

Falls Ihr noch einen weiteren Blogeintrag zum Thema „Ernährung“ (vielleicht in Kombination mit Sport 😉) lesen möchtet, lasst es mich doch mit einem Kommentar wissen, oder schreibt mich einfach an ☺️

Bis bald,

Eure Lizz 💕

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