Wie geht’s weiter? – Mein GAP YEAR

Viele rechnen damit, dass man als SchulabgängerIn möglichst bald ins Studentenleben eintauchen müsse, noch bevor sich all die grauen Gehirnzellen in Luft auflösen. Oder man stürzt sich sofort waghalsig ins Berufsleben, um endlich für seine wertvolle Lebenszeit entschädigt zu werden. Während meine männlichen Ex-Mitschüler noch den Zivildienst oder das Bundesheer vor sich haben, inskribierten sich bereits viele Schulkolleginnen im Juli bei ihren Studienfächern an der Uni – ob dies nun ihre Traumstudiengänge waren oder nicht. „Hauptsache studieren“ lautete oft die Devise.

Den Leuten, die mich persönlich kennen, brauche ich nicht abermals von meinem „Leidensweg“ als Wunsch-Physiotherapeutin zu erzählen. Kurz und knapp: Dieser Studiengang ist mehr als überfüllt und die Plätze sind so heiß begehrt wie warme Semmeln… mit Nutella oben drauf.  Das, was ich mir (als professionelle Ehrgeizlerin) nie vorgestellt hatte, war eingetreten: Ich stand ohne Plan da. Und das, obwohl ich mich ursprünglich mit Notfall-Plänen von A bis E rundum ausgestattet hatte. Das Worst-Case-Szenario war eingetreten.

Demnach erforderte es nun ganz plötzlich einen völlig anderen (und nur mehr oder minder gut ausgereiften) Plan, wie ich die Zeit bis zum nächsten Aufnahmetermin im April 2018 überbrücken sollte. Denn eines war mir klar: Aufgeben war absolut keine Option. Und glaubt mir, durch das ganze Überlegen, sind mir schon so ziemlich alle Möglichkeiten in den Sinn gekommen. Vielleicht ein Jahr das Land verlassen? Ja, ich habe sogar kurzfristig überlegt, etwas mit Chemie zu studieren (Ha! Meine Ex-Chemielehrerin würde sich dabei jetzt vermutlich ins Fäustchen lachen).

Also erkundete ich mich bei Bekannten (und die wiederum bei deren Bekannten) über verschiedenste Ausbildungen an den verschiedensten Akademien, Universitäten oder Fachhochschulen bis mich eine Ausbildung nicht wieder loslies: Fitnesstrainerin werden. Ja wieso eigentlich nicht?, dachte ich mir, Das, was du gern machst, vielleicht noch verpackt als kleiner Nebenjob. Und zudem würde ich endlich erfahren, was ich jahrelang beim Trainieren falsch gemacht habe, haha. Dass ich nicht den perfekt durchtrainierten Fitnessbody dafür hätte war kein Thema – ich würde es ja hauptsächlich für mich machen. Und was nicht ist, könnte ja noch werden 😅

Wer mich kennt, der weiß, wenn ich mir einmal etwas in den Kopf gesetzt habe, dann zieh ich das Ding auch durch – koste es was es wolle. Es dauerte demnach nicht recht lange, bis ich eine der drei in Linz verfügbaren Akademien zu meiner auserkoren hatte und mit dem ausgefüllten Anmeldeformular in der Beratungsstelle saß. Den Platz als künftige Fitnesstrainerin hatte ich also schon mal gesichert – aber das würde mich „nur“ von September bis November zufrieden stellen. Da ich zu der Gruppe von Leuten gehöre, die ohne Stress wohl nicht existieren können, musste eine zweite Ausbildung her. Über 365 Tage zeit, das beste Jahr meines Lebens daraus zu machen (denn anspruchsvoll bin ich ja auch nicht…oder so…). Deshalb rief ich nur einen Tag darauf beim Roten Kreuz an, um mir auch dort endlich meinen langersehnten Wunsch zu erfüllen: Rettungssanitäterin werden. Wann würde ich diese Ausbildung denn sonst machen? Es sollte keinesfalls bei einem nie wahr gewordenen Wunsch bleiben! Wieder stand ich eine Woche später im Büro der Dienststelle und strahlte förmlich, als ich meinen Personalbogen erneut übergab.

In dieser Woche konnte mich förmlich nichts stoppen. Ich fühlte mich endlich wieder komplett. Hatte ein neues Ziel zu verfolgen und wusste nun, wonach ich die nächsten Monate streben würde. Und wenn wirklich ALLES wie am Schnürchen läuft, habe ich ab September eine Stelle in einem Fitnessstudio. * Man klopfe auf Holz *

 

Aber was ich Euch generell mit diesem Post vermitteln wollte, ist, dass Ihr keinesfalls aufgeben sollt nur weil der Weg zu Eurem Ziel nicht gleich der einfachste ist. Dinge laufen eben nicht immer nach Plan aber es liegt definitiv IMMER an Euch, was Ihr daraus macht. Und zweifelt nicht jedes Mal an Euch, wenn Ihr mal aus der Reihe tanzt. Meistens ist Anders-Sein sogar besser 😉

 

Bis bald,

Eure Lizz 💕

 

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2 Gedanken zu “Wie geht’s weiter? – Mein GAP YEAR

    • fitwithlizz schreibt:

      Oh Osteo is auch wirklich toll, interessiert mich ebenfalls brennend! Das Problem: Um dies direkt zu studiern müsste ich entweder – so viel ich weiß – (privat) in Deutschland studiern.. oder gar in England. In Österreich baut Osteo auf Physio auf.. Also führt kein Weg am Physioaufnahmetest vorbei für mich 😅
      LG
      Lizz

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